MEILENSTEINE 

Die Geschichte der Preh Car Connect GmbH ist 
geprägt durch herausragende Forschung und technische Entwicklungen 

Die Preh Car Connect GmbH mit zentralem Sitz in Dresden ist heute ein Global Player für Car Infotainment 
auf höchstem Niveau. Für unsere oftmals langjährigen Kunden sind wir ein zuverlässiger und kompetenter Partner, 
um mit ihnen gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten. 

Insgesamt arbeiten weltweit über 1.200 Mitarbeiter an 7 Standorten für das Unternehmen (Stand: Februar 2019). 
Hauptsitz und zentraler Entwicklungsstandort ist die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Gefertigt werden 
unsere innovativen und individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Produkte in unseren beiden 
zertifizierten Werken in Dippach/Thüringen und im polnischen Oborniki. Weitere Partnerbüros befinden sich im 
chinesischen Shanghai, Tokio/Japan und in Seoul/Südkorea. 

Die Geschichte der heutigen Preh Car Connect GmbH ist eng mit dem traditionsreichen Forschungs- und Entwicklungsstandort 
Dresden verbunden. Die Anfänge der Nachrichtentechnik reichen hier bis in das Jahr 1911 zurück. Kommen Sie mit auf eine Zeitreise 
durch die Geschichte der Preh Car Connect GmbH und blicken Sie mit uns auf die Meilensteine unserer Entwicklung. 

1911 

Institut für Schwachstromtechnik an
der TH Dresden – Heinrich Barkhausen

Nachrichtentechnik aus Dresden hat Tradition: 1911 wurde an der TH Dresden, Vorgänger der heutigen TU Dresden, das Institut für Schwachstromtechnik gegründet. Heinrich Georg Barkhausen (1881 – 1956) befasste sich dort in Lehre und Forschung mit Technologien für die Nachrichtenübertragung. 

Er schrieb auch ein mehrbändiges Lehrbuch über Elektronenröhren, das viele Jahre lang als Standardwerk weltweit von Radio-Experten genutzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Barkhausen das Institut wieder auf. In den letzten Jahren seines Lebens beteiligte er sich an der Entwicklung des Transistors. 

1960 – 1990 

Forschung und Entwicklung für die Rundfunk-
und Fernsehgerätehersteller der DDR 

In Dresden befand sich zu DDR-Zeiten die zentrale Forschung und Entwicklung für alle Betriebe, die Rundfunk- und Fernsehgeräte produzierten. Dafür wurde 1960 das Zentrallaboratorium für Rundfunk- und Fernsehempfangstechnik (ZRF) gegründet. Es entwickelte neben Rundfunkgeräten, Plattenspielern, Kassettentonbandgeräten unter anderem auch das erste volltransistorisierte Farbfernsehgerät „Color20“. 

Im Zuge einer Umstrukturierung der DDR-Wirtschaft wurden die Herstellerbetriebe 1980 zum RFT-Kombinat Rundfunk- und Fernsehtechnik zusammengefasst. Diesem wurde auch das ZRF zugewiesen, und 1981 umbenannt in Zentrum Wissenschaft und Technik (ZWT). Das ZWT – aus dem 1990 die TechniSat Digital Dresden – die „Vorgängerfirma“ der heutigen Preh Car Connect GmbH (siehe 2016) –  hervorging, war bis 1990 zuständig für die Entwicklung von Heimelektronik-Geräten. 

1970 bis 1990 

Autoradio A200-Serie und
Digitaler Satellitenrundfunk

Im Zentrum Wissenschaft und Technik (ZWT) in Dresden wurden die bekannten Autoradios der A200-Serie entwickelt. Ihre Produktion erfolgte im VEB Elektrotechnik Eisennach, einem Betrieb aus dem der heutige Produktionsstandort PCC Thüringen in Dippach hervorging. Innovativ für die damalige Zeit war der in diesen Geräten erstmalig enthaltene elektronisch abgestimmte Tuner für AM/FM-Empfang. 

In den 80er-Jahren erfolgte ein Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik der DDR: Die Betriebe sollten nun möglichst viele Devisen erwirtschaften. Daher waren sie bestrebt, Produkte zu entwickeln, die in Westeuropa gut absetzbar waren. Am Dresdner Zentrum Wissenschaft und Technik (ZWT) wurde an Empfangsgeräten für den Digitalen Satellitenrundfunk (DSR) gearbeitet – einer Technologie, die ähnlich wie der heute in Car-Infotainment-Systemen genutzte Digital Audio Broadcast (DAB) Übertragungsstandard eine volldigitale Signalübertragung vom Sender zum Empfänger ermöglicht. 

1989, kurz vor der politischen Wende in der DDR, war der Schaltkreis für solche DSR-Empfangsgeräte fertig und das ZWT konnte die ersten volldigitalen Geräte vorstellen. Dies war damals auch nach westlichen Maßstäben bemerkenswert.

1990 – 1997 

Aus dem ZWT wird TechniSat Digital Dresden
mit Automotive-Bereich

Am 1. Juli 1990 gründeten 19 Mitarbeiter des ZWT die TechniSat Digital Dresden GmbH, den neuen Entwicklungsstandort der TechniSat Gruppe in Daun/Eifel. Dieses Unternehmen, 1987 von Peter Lepper gegründet, ist einer der führenden deutschen Hersteller von Unterhaltungselektronik. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Fernseher, Digitalreceiver, Digitalradios und Smart Home Geräte. 

TechniSat Digital Dresden wurde innerhalb der TechniSat-Gruppe zum Forschungs- und Entwicklungszentrum im Bereich der Satelliten- und Digitaltechnik. Im Jahr 1997 kam der Geschäftsbereich Automotive hinzu – die Geburtsstunde von TechniSat Automotive. Seitdem werden in Dresden Car-Infotainment-Systeme mit Navigations-, Fahrerassistenz- und Connectivity-Funktionen für internationale Automobilhersteller entwickelt. 

Der Standort wurde rasch ausgebaut: 2004 waren 70 Mitarbeiter in Dresden tätig, 2010 gab es dort bereits 200 und 2014 dann 450 Beschäftigte.

1998 – 2002 

Erfolgreicher Start im Automotive-Bereich:
Autoradio „Gamma“ für VW und MS 303 für Skoda

Vom Volkswagen-Konzern erhielt TechniSat Automotive 1998 den Auftrag, das Radio-Topmodell „Gamma“ zu entwickeln und einen Teil der Geräte dieses Typs zu liefern. Das Radio, das sich durch einen besonders leistungsfähigen Tuner auszeichnete, wurde ab 2002 produziert. 

Skoda wählte TechniSat Automotive im gleichen Jahr als Partner für die Entwicklung und Produktion des Autoradios MS 303. Die Belieferung in Serie für dieses Gerät startete im August 2000.

2002 – 2017 

Ultralow Produktfamilie 

In den darauffolgenden Jahren konnte TechniSat das Geschäftsfeld Automotive erfolgreich erweitern. Die Kunden wünschten mehr sowie komplexere Radiomodelle; eine wichtige Rolle spielte dabei auch die beginnende Vernetzung im Auto. 

So entstand für den Volkswagen-Konzern die Ultralow-Produktfamilie. Diese Geräte zeichneten sich durch eine verbesserte Medienwiedergabe wie z.B. MP3 mit Filebrowser sowie optionalem DAB-Empfang aus. Ultralow-Autoradios wurden von TechniSat in zahlreichen Gerätevarianten an Volkswagen, Seat, Skoda und Audi geliefert – insgesamt 4,7 Millionen Stück. 

2004 – 2007 

Dresden 1 mit Navigationsfunktion

Ein innovativer Meilenstein war für das Unternehmen die Navigationsfunktion beim Produkt Dresden 1. Ein Gerät mit Pfeilnavigation, Navigationsdaten auf CD-ROM und optionaler JukeBox. Dieses After-Sales-Gerät wurde komplett in Dresden von TechniSat entwickelt. 

2008 – 2016 

Radio-Navigationssystem RNS 315 

Kartennavigation, DAB-Empfang, eine deutlich umfangreichere Vernetzung sowie ein Bluetooth-Modul für die Einbindung des Mobiltelefons – diese Anforderungen erfüllte das Radio-Navigationssystem RNS 315. Es wurdeab 2008 speziellfür den Volkswagen-Konzern in Dresden entwickelt. Die Daten für die Navigation befanden sich im internen Flash, was eine deutlich schnellere Routenberechnung ermöglichte. Produktionsbeginn war 2010. Insgesamt wurden 2,2 Millionen Stück produziert und an VW geliefert.

2011 

Auftrag für Modularen
Infotainment-Baukasten 

Ebenfalls für den Volkswagen Konzern hat unser Unternehmen das MIBStandard2 Infotainmentsystem entwickelt. Es ist Teil des Modularen Infotainment Baukastens (MIB) innerhalb des Modularen Quer Baukastensystems (MQB) des Volkswagen Konzern. Den Auftrag erhielt TechniSat 2011; geliefert werden die Geräte seit 2014. 

Der Baukastensystemstrategie von Volkswagen entsprechend, soll der Modulare Infotainment-Baukasten eine große Fahrzeug-Modellvielfalt ermöglichen. Die räumliche Trennung des Zentralrechners (ZR) vom Anzeige- und Bedienteil (ABT) bietet dabei eine größere Flexibilität der Fahrzeuginnenraumgestaltung bei gleichzeitiger Wiederverwendbarkeit von Standardsteuergeräten (z.B. ZR mit Navigationsfunktion). Ein leistungsfähiges Interface zwischen beiden Komponenten ermöglicht unterschiedliche Einbauorte des ZRs bei verschiedenen Fahrzeugtypen, z.B. im Bereich des Handschuhfachs. Das MIBStandard2 Infotainmentsystem besteht aus einer Vielzahl an Varianten für unterschiedliche Märkte weltweit.

2012 

Verleihung Volkswagen Group Award 

Der Geschäftsbereich TechniSat Automotive erhielt 2012 den Volkswagen Group Award, mit dem der Automobilhersteller alljährlich seine besten Zulieferer ehrt. Die Begründung der Jury lautete wie folgt: 

„Mit dieser Auszeichnung möchten wir die außergewöhnlichen Leistungen Ihres Unternehmens würdigen, die durch herausragende Zuverlässigkeit und eine nachhaltige Partnerschaft zur Volkswagen AG gekennzeichnet sind. Die exklusive Entwicklung und Fertigung wegweisender Radio- und Navigationssysteme macht die TechniSat Digital GmbH zu einem strategisch unverzichtbaren Partner, um gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Ihre große Flexibilität haben Sie bereits bei der Markteinführung des Navigationssystems RNS 315 bewiesen, als die Kapazität kurzfristig erhöht werden musste. Auch für zukünftige Projekte setzt die Volkswagen AG daher vollstes Vertrauen in Ihre Fähigkeiten“.

2016 

Aus TechniSat Automotive
wird Preh Car Connect 

Projekte im Bereich Automotive folgen seit Jahren einer bestimmten Entwicklung: sie werden immer komplexer und aufwendiger, sodass sie der vollen unternehmerischen Aufmerksamkeit bedürfen. Deshalb entschied sich die TechniSat Digital GmbH Mitte der 2000er-Jahre für die Abspaltung der Automotive-Sparte. Ein Partner wurde gesucht, der die Erfolgsgeschichte dieses Segments fortschreiben kann. 

Im Jahr 2016 übernahmen der chinesische Automobilzulieferer Ningbo Joyson Electronic Corp. und dessen deutsche Tochter Preh Holding GmbH mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale das Unternehmen. Aus TechniSat Automotive wurde die Preh Car Connect GmbH. Dazu gehören neben den Entwicklungsstandorten in Dresden und Shanghai/China, die Produktionswerke in Dippach (Thüringen) und Oborniki (Polen). 

2019 

Das MIB 3 geht an den Start

Großflächige Displays und zahlreiche innovative Funktionen bietet die neueste Version des Modularen Infotainment-Baukasten (MIB). Preh Car Connect hat MIB 3 für den Volkswagen-Konzern entwickelt. Dieses Infotainment System ermöglicht dem Anwender einen umfangreichen Zugang zu Internet, Online- und Connect-Diensten. 

 


Hat Ihnen die Zeitreise durch unsere Unternehmensgeschichte gefallen? Preh Car Connect arbeitet bereits an spannenden, neuen Projekten, die in naher Zukunft die Erfolgsgeschichte fortschreiben werden.